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Elektro Strobl Ges.m.b.H

Beleuchtung · Lichtplanung und Lichtgestaltung

Licht ist Leben.Lasst es uns beleuchten.

Und so hat die Beleuchtung eine weit größere Bedeutung im Gebäude als die rein funktionelle. Wir planen das Licht mit, bevor die erste Leitung liegt.

Warm beleuchteter Wohn- und Essbereich mit zwei Pendelleuchten über dem Tisch, Kerzen und indirektem Licht an der Ziegelwand

Lichtplanung im Zuge der Elektroplanung

Licht ist keine Frageder Lampenauswahl.

Die Leuchte kauft man am Ende. Wo sie hängt, wie viele es sind und ob sie sich dimmen lässt, entscheidet sich am Anfang.

Die häufigste Enttäuschung in einem fertigen Neubau ist nicht die falsche Leuchte, sondern der falsche Auslass. Eine einzige Dose in der Mitte der Decke macht jeden Raum gleichmäßig hell und gleichzeitig flach: Alles ist beleuchtet, nichts ist betont. Wer das später korrigieren will, steht vor derselben Rechnung wie bei jeder anderen nachträglichen Änderung — Schlitze, Staub, Anstrich.

Deshalb gehört die Lichtplanung in die Elektroplanung und nicht in die Zeit nach dem Einzug. Wir gehen den Grundriss mit Ihnen durch und fragen zu jedem Raum nicht „welche Lampe“, sondern „was passiert hier“. Wird gelesen, gekocht, gearbeitet, gespielt, geredet? Wo sitzt man abends, wo steht man morgens? Aus den Antworten ergeben sich die Auslässe, die Schaltgruppen und die Frage, welche Kreise gedimmt werden.

Ein brauchbares Lichtkonzept arbeitet dabei fast immer mit mehreren Schichten. Eine Grundhelligkeit, damit der Raum benutzbar ist. Ein Licht für die Tätigkeit — über der Arbeitsplatte, am Schreibtisch, am Spiegel. Und ein Licht für die Stimmung, das Wände, Nischen oder Möbel betont und den Raum abends kleiner und ruhiger macht. Drei Schichten heißen drei Kreise, und drei Kreise heißen: Sie können wählen.

Und so hat die Beleuchtung eine weit größere Bedeutung im Gebäude als die rein funktionelle. Sie entscheidet mit darüber, ob man abends gern im Wohnzimmer sitzt oder ob man das Licht instinktiv ausmacht und die Stehlampe anschaltet.

  • Auslässe und Schaltgruppen im Grundriss festgelegt
  • Grundlicht, Arbeitslicht und Stimmungslicht getrennt
  • Dimmbare Kreise dort, wo sie etwas bringen
  • Bedienstellen an den Wegen, nicht hinter der Tür

Lichtfarbe und Dimmung

Warum dasselbe Weißin zwei Räumen anders wirkt.

Auf jeder Leuchtmittelpackung steht eine Zahl mit einem K dahinter. Sie beschreibt die Lichtfarbe, und man muss dafür nichts über Physik wissen — es genügt, sie sich als Tageszeit vorzustellen. Niedrige Werte um 2700 sind das Licht einer Kerze am Abend oder einer alten Glühlampe: gelblich, ruhig, gemütlich. Werte um 3000 sind etwas heller, aber immer noch warm. Um 4000 wird das Licht neutral, so wie an einem bedeckten Vormittag. Alles darüber geht in Richtung Mittagshimmel: sachlich, wach, für ein Wohnzimmer meist zu kühl.

Die Faustregel ist erfreulich einfach: Je niedriger die Zahl, desto wohnlicher. In Wohn-, Ess- und Schlafräumen ist warmes Licht fast immer die richtige Wahl. In Arbeitsräumen, in der Werkstatt, im Hauswirtschaftsraum und teilweise am Küchenarbeitsplatz darf es neutraler sein, weil man dort Farben und Details unterscheiden will. Entscheidend ist vor allem die Konsequenz: Unterschiedliche Lichtfarben in einem einzigen Raum wirken beinahe immer wie ein Versehen.

Die zweite Zahl auf der Packung ist die Lumenangabe — die Lichtmenge. Sie hat die Wattangabe abgelöst, mit der man früher die Helligkeit geschätzt hat, und sie ist der ehrlichere Wert. Wie viel davon ein Raum braucht, hängt weniger von seiner Fläche ab als von seinen Oberflächen: Eine weiße Decke wirft Licht zurück, dunkles Holz und dunkle Böden schlucken es.

Dimmen ist der Rest. Ein gedimmter Kreis macht aus einem Raum zwei: den hellen zum Kochen und Aufräumen und den ruhigen für den Abend. Damit das funktioniert, müssen Leuchtmittel, Trafo und Dimmer zusammenpassen — sonst flackert es, brummt es oder die letzte Stufe vor dem Aus springt zu hart. Deshalb legen wir die dimmbaren Kreise schon in der Planung fest und wählen die Komponenten aufeinander abgestimmt aus. Wer erst nach dem Einzug dimmen will, kann das nachrüsten, hat aber die Auswahl nicht mehr frei.

Kurz gesagt

  • Warm für Wohnen. Kerzenlicht statt Mittagssonne. Je niedriger die Kelvinzahl, desto ruhiger der Raum.
  • Neutral für Arbeit. Werkstatt, Hauswirtschaftsraum, Arbeitsplatte — dort, wo man genau hinsehen muss.
  • Eine Lichtfarbe pro Raum. Gemischte Weißtöne fallen sofort auf, auch wenn man nicht sagen kann, warum.
  • Dimmen früh festlegen. Leuchtmittel, Trafo und Dimmer gehören aufeinander abgestimmt.

Raum für Raum gedacht

Jeder Raumhat seine eigene Aufgabe.

Küche. Über der Arbeitsplatte braucht es Licht, das von vorne kommt — wer nur eine Deckenleuchte hinter sich hat, schneidet im eigenen Schatten. Licht in der Nische oder unter den Hängeschränken löst das, und es gehört auf einen eigenen Schalter, damit man abends nur den Herd beleuchten kann.

Essplatz. Die Leuchte hängt über dem Tisch, und der Tisch steht selten genau dort, wo der Elektriker die Dose vermutet. Deshalb legen wir die Position mit Ihnen fest, sobald die Möblierung halbwegs feststeht — oder wir setzen zwei Auslässe und lassen die Entscheidung offen.

Wohnzimmer. Hier zahlt sich das Schichtenprinzip am stärksten aus: eine gedimmte Grundhelligkeit, ein Licht an der Wand oder am Regal, eine Leseleuchte am Sofa. Wichtig sind ausreichend geschaltete Steckdosen, damit Stehleuchten mit einem Taster mitgehen und nicht einzeln eingesteckt werden müssen.

Schlafzimmer. Zwei Bedienstellen — an der Tür und am Bett, für jede Seite eine. Wer einmal im Dunkeln durch das Zimmer zum Schalter gegangen ist, plant das beim nächsten Haus anders.

Bad. Licht am Spiegel, das das Gesicht von vorne beleuchtet, statt Schatten unter den Augen zu werfen. Dazu eine Grundhelligkeit, die sich morgens auf ein erträgliches Maß dimmen lässt.

Flur, Treppe, Keller. Die unspektakulärsten Räume mit dem größten Alltagsnutzen. Ein Bewegungsmelder im Kellerabgang, eine Orientierungsbeleuchtung an der Treppe, ein Taster an beiden Enden des Gangs — kleine Dinge, die man täglich bemerkt.

Kind im Nachthemd geht nachts eine Treppe hinunter, beleuchtet von einer kleinen Orientierungsleuchte in der Wand

Orientierungslicht an Treppe und Gang: keine Deckenbeleuchtung um drei Uhr früh, sondern gerade so viel Licht, dass man die Stufe sieht.

Außen- und Fassadenbeleuchtung

Draußen entscheidetnicht die Menge, sondern die Richtung.

Außenlicht hat drei Aufgaben, und sie vertragen sich nur, wenn man sie trennt. Es soll den Weg zeigen, damit niemand im Dunkeln über die Stufe stolpert. Es soll das Haus zeigen, weil eine Fassade abends anders wirkt als bei Tag. Und es soll Sicherheit geben, indem es die Bereiche beleuchtet, die man vom Haus aus nicht einsieht.

Für den Weg reichen niedrige Leuchten, die nach unten abstrahlen: Poller entlang des Zugangs, Bodeneinbauleuchten an der Einfahrt, ein Licht über der Haustür. Für die Fassade arbeitet man mit Wandleuchten, die das Licht als schmalen Streifen nach oben und unten werfen, oder mit Strahlern, die eine Mauer, ein Vordach oder einen Baum streifend anleuchten. Der Reiz entsteht durch den Wechsel von Hell und Dunkel — eine gleichmäßig ausgeleuchtete Fassade sieht aus wie ein Parkplatz.

Was man vermeiden sollte, ist Licht, das in die Augen fällt oder waagrecht in die Landschaft strahlt. Nachbarn merken das sofort, und Insekten auch. Warmes Licht, abgeschirmte Leuchten und eine Abschaltung oder Absenkung zu später Stunde lösen das Problem, ohne dass man auf Wirkung verzichtet.

Geschaltet wird draußen selten von Hand. Üblich sind Dämmerungsschalter, Zeitfenster und Bewegungsmelder — meist in Kombination: Grundlicht am Weg von der Dämmerung bis Mitternacht, heller Bereich nur bei Bewegung. Wo eine Gebäudesteuerung vorhanden ist, läuft das über dieselben Szenen wie das Licht im Haus.

  • Wege, Zugang und Einfahrt blendfrei geführt
  • Fassade, Vordach und Bäume gezielt betont
  • Bewegungsmelder für uneinsehbare Bereiche
  • Dämmerung, Zeitfenster, Absenkung zu später Stunde
Hauseingang bei Nacht: die Wandflächen werden von oben angestrahlt, der Zugangsweg ist von niedrigen Pollerleuchten gesäumt
Gepflasterter Zugangsweg im Dunkeln, beidseitig von quaderförmigen Pollerleuchten im Rasen begleitet

Zusammenspiel mit KNX

Vier Kreise, eine Tasteund ein fertiger Abend.

Licht ist der Bereich, in dem sich eine Gebäudesteuerung am schnellsten bemerkbar macht — weil man sie mehrmals täglich benutzt.

Sobald ein Raum mehrere Lichtschichten hat, wächst die Zahl der Schalter. Genau hier setzt eine Szene an: Statt vier Kreise einzeln auf ihren Wert zu bringen, hinterlegt man die Kombination einmal und ruft sie danach mit einer Taste auf. Das Grundlicht auf dreißig Prozent, die Wandbeleuchtung an, die Küche aus, die Terrasse gedimmt — als ein einziger Vorgang.

Dazu kommen die Funktionen, die man selbst nie zuverlässig macht. Eine Zentralabschaltung beim Verlassen des Hauses, damit im Keller nicht drei Tage lang eine Leuchte brennt. Eine Nachtabsenkung, bei der die Außenbeleuchtung nach Mitternacht auf ein Minimum zurückgeht. Eine Anwesenheitssimulation im Urlaub, die Licht in wechselnden Räumen schaltet.

Der praktische Vorteil zeigt sich aber erst später: Szenen lassen sich ändern, ohne dass jemand eine Wand aufmacht. Steht das Sofa künftig anders oder empfindet man den Wert im Esszimmer als zu hell, wird der Wert angepasst — umprogrammieren statt umbauen.

Nachrüstung in Bestandsräumen

Auch ohne Umbauwird ein Raum besser.

In einem bestehenden Haus ist der Auslass in der Deckenmitte gesetzt, und daran ändert sich ohne Stemmarbeit nichts. Trotzdem lässt sich fast immer etwas verbessern, ohne dass jemand mit dem Bohrhammer anrückt. Der einfachste Schritt ist der Tausch der Leuchtmittel auf eine einheitliche, warme Lichtfarbe — das allein verändert die Wirkung eines Raums mehr, als die meisten erwarten.

Der zweite Schritt sind geschaltete Steckdosen. Stehleuchten und Wandfluter an einem Kreis, der über einen Taster mitgeht, ersetzen einen guten Teil dessen, was man im Neubau fest installieren würde. Dimmer lassen sich in vorhandenen Dosen nachrüsten, sofern die Last dazu passt und das Leuchtmittel mitspielt — das prüfen wir vor Ort, weil sich das aus der Ferne nicht seriös beurteilen lässt.

Wo eine Decke abgehängt oder eine Wand ohnehin geöffnet wird, wird es interessanter: Dann sind Leitungswege frei, und eine indirekte Beleuchtung, ein zusätzlicher Kreis oder ein Auslass an der richtigen Stelle sind plötzlich eine Kleinigkeit. Solche Gelegenheiten sollte man nutzen, wenn sie sich ergeben — sie kommen im selben Raum selten ein zweites Mal.

Und außen ist die Nachrüstung oft am dankbarsten. Ein Erdkabel zur Terrasse, ein Strahler an der Fassade, ein Bewegungsmelder beim Nebeneingang: überschaubarer Aufwand, sichtbares Ergebnis.

Ohne Stemmarbeit möglich

  • Einheitliche Lichtfarbe in allen Leuchten eines Raums
  • Geschaltete Steckdosen für Steh- und Wandleuchten
  • Dimmer in vorhandenen Dosen, nach Prüfung der Last
  • Bewegungsmelder in Flur, Keller und Nebeneingang
  • Außenleuchten und Strahler an bestehenden Zuleitungen

Kontakt und Anfahrt

Reden wir darüber!Es kommt einzig und allein darauf an, was SIE wollen.

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A-6364 Brixen im Thale

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